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Das Mikrobiom

NIA - 31 Oct, 2022

Das Mikrobiom

Wenn ihr euch mit Hautpflege beschäftigt, habt ihr bestimmt in der letzten Zeit immer wieder vom Mikrobiom gehört. Vielleicht auch von Viren, Bakterien und Pilzen, die sich auf eurer Haut befinden. Aber ist das jetzt gut, schlecht oder sogar wichtig? 

Wenn man sich ein wenig näher mit dem Thema beschäftigt, stellt man schnell fest, dass das Mikrobiom oder wie wir viel lieber sagen die Hautflora eine wichtige und natürlichen Schutzfunktion für unsere Haut darstellt. Gerade in der Herbst- und Winterzeit, wenn die Haut besonders strapaziert wird (Artikel 10. Okt.) sind wir auf diese Schutzfunktion nochmal mehr angewiesen. Doch was genau versteht man unter Mikrobiom und welche Wirkung hat pflegende Kosmetik in diesem Zusammenhang. Damit wollen wir uns einmal näher auseinander setzten. Fangen wir mal mit der wissenschaftlichen Betrachtung an:
Als Hautflora werden alle Mikroorganismen, wie Bakterien und Pilze, zusammengefasst, die als natürlicher Bestandteil, die Oberfläche von gesunder Haut bilden und diese dicht besiedeln. Die Hautflora ist Teil des Mikrobioms und trägt wesentlich dazu bei, die Haut und den gesamten Organismus vor Krankheitserregern zu schützen. Sie funktioniert dabei wie eine zweite Haut und interagiert permanent mit den hauteigenen biologischen Systemen, sodass es eine Art Schutzschild bildet. 

Dabei können Mikroorganismen in schädliche (pathogene) und gesunde (apathogene) Gruppen unterteilt werden. Das Hautmikrobiom setzt sich vor allem aus Bakterien beider Gruppen zusammen. Ist die Hautflora in einem gesunden Zustand, finden die apathogenen Bakterien – die gesunde Gruppe von Mikroorganismen - ideale Lebensbedingungen vor und deren Anteil überwiegt. Dieser Zustand sollte an sich erstmal von Natur hergestellt sein. Doch leider - wie schon an anderer Stelle beschrieben - sind wir tagtägliche verschiedener Einflüsse von außen ausgesetzt - sei es über Ernährung, Medikamente, Lebensstil oder weitere. Diese bringen das Gleichgewicht der Hautflora ins Wanken und der Anteil der schädlichen Mikroorganismen bekommt Überhand. Die Schutzfunktion ist damit geschwächt, die Haut ist anfällig für Entzündungen und es ergibt sich ein unreines Hautbild. Wie kann Kosmetik dieses Gleichgewicht fördern oder ihm sogar schaden?


Zuerst einmal ist uns wichtig, dass die Voraussetzung einer gesunden Haut ganzheitlich geschaffen werden müssen. Wie schon mehrfach beschrieben, zählen dazu Schlaf, Hydration, Ernährung und vieles mehr. Die Kosmetik, stellt hier nur einen Baustein dar. Doch was heißt das für die Kosmetikwahl? Wie ihr euch bestimmt sofort herleiten könnt, sollte Kosmetik die Bildung der gesunden Mikroorganismen auf keinen Fall hindern oder einschränken. Denn diese sind, wie wir aufgezeigt haben, als natürlicher Schutz der Haut extrem wichtig. Doch da liegt genau das Problem. In den meisten konventionell hergestellten Kosmetikprodukten finden sich Erdölprodukte, Mineral- und Paraffinöle oder sogar Mikroplastik. 

All diese Produkte sind nicht abbaubare Stoffe, werden naturfremd und künstlich hergestellt und können von den Mikroorganismen der Haut nicht verstoffwechselt werden und bringen damit das Gleichgewicht der Haut durcheinander. Naturkosmetik setzt genau da an und verzichtet auf diese Stoffe. Hinzu kommt der Wegfall schädlichen Konservierungsstoffe. Naturkosmetik bringt die Haut somit nur mit Stoffen in Verbindung, welche die Mikroorganismen der Haut verstoffwechseln können. Die Hautflora wird damit nicht gehindert, sondern kann vielmehr mit pflanzlichen Fetten und Ölen gezielt gefördert werden. Ein Beispiel dafür ist unser „The Facial Cleanser“. Durch den Fruchtextrakt der weißen Johannisbeere ist er reich an Vitaminen und Mineralstoffen, Coco Betaine wirken feuchtigkeitsspendend und das Lavendel-Hydrolat beruhigt die Haut. Alle genannten Stoffe können von der Haut verarbeitet werden. Gleichzeitig werden keine Mineralöle oder Parabene als Trägerstoffe benötigt. Naturkosmetik kann also gezielt helfen die Hautflora zu unterstützen. Viel wichtiger ist aber, dass sie im Vergleich zur konventionellen Kosmetik dieser nicht schadet.


Abschießend können wir also sagen, dass die Hautflora oder das Mikrobiom nicht nur völlig harmlos ist, sondern sogar unentbehrlich für unsere Haut ist.